Messier 30
Bild: NASA/ESA
Messier 30 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Steinbock, rund 28.000 Lichtjahre entfernt. Charles Messier entdeckte ihn 1764. Sein Kern hat einen Kollaps durchlaufen und ist extrem dicht; Hubble identifizierte dort zwei Arten sogenannter blauer Nachzügler.
Wo steht M30 am Himmel?
M30 steht im Sternbild Steinbock. Am besten gelingt die Beobachtung im Herbst, wenn das Sternbild am Abend günstig über dem Horizont steht (September bis November). Von Deutschland aus erreicht M30 nur geringe Höhen über dem Südhorizont. Ein freier Blick nach Süden und klare Luft sind deshalb wichtiger als bei Objekten hoch am Himmel. Im Sternbild Steinbock hat Messier kein weiteres Objekt aufgenommen, M30 steht dort allein im Katalog.
So siehst du M30
M30 (7,7 mag) liegt im Fernglasbereich und lässt sich mit einem handelsüblichen Fernglas finden. Zur Einordnung: Bis rund 6 mag zeigt sich ein Objekt unter dunklem Himmel ohne Optik, bis rund 9 mag im Fernglas, danach nur noch im Teleskop.
Wie weit ist M30 entfernt?
M30 ist rund 28.000 Lichtjahre entfernt. Bis zu Proxima Centauri, unserem nächsten Nachbarstern, sind es gut 4 Lichtjahre; M30 liegt also etwa 6.600-mal so weit weg. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Du siehst M30 deshalb so, wie es vor rund 28.000 Jahren aussah. Das war mitten in der letzten Eiszeit.
M30 im Messier-Katalog
Zu Messiers ersten Einträgen (M1 bis M45) gehört M30. Der Kometenjäger hielt fest, was ihm bei der Suche als Fehlalarm in den Weg kam. Charles Messier selbst notierte das Objekt im Jahr 1764, also vor mehr als 260 Jahren. Unter den 29 Kugelsternhaufen des Katalogs liegt es nach Helligkeit auf Platz 15.