Völker und Technik
Stargate erklärt seine Welt nebenbei, in Briefings und Funksprüchen. Wer nur schaut, kennt am Ende die Namen und nicht die Zusammenhänge. Auf dieser Seite steht beides an einem Stück, ohne die großen Wendungen der späten Staffeln zu verraten.
Das Tor und wie es funktioniert
Ein Stargate ist ein Ring von knapp sechs Metern Durchmesser aus einem Material, das auf der Erde nicht vorkommt. Auf dem Ring stehen neununddreißig Zeichen, jedes davon steht für ein Sternbild. Sieben davon ergeben eine Adresse: sechs bestimmen einen Punkt im Raum, das siebte ist der Ausgangspunkt.
Ist die Adresse eingestellt, baut sich zwischen zwei Toren eine Verbindung auf. Sie sieht aus wie eine senkrecht stehende Wasserfläche, und wer hineingeht, kommt Sekunden später am anderen Ende heraus. Die Verbindung funktioniert nur in eine Richtung, ein Rückweg braucht eine neue Wahl. Und sie hält nicht ewig, nach gut achtunddreißig Minuten bricht sie zusammen.
Physikalisch wird das Ganze als durchquerbares Wurmloch beschrieben. Ob so etwas möglich wäre, ist eine ernsthafte Frage der theoretischen Physik, und die Antwort fällt bislang ernüchternd aus. Der Forschungsstand steht im Lexikon unter Wurmloch.
Die Goa’uld
Die Goa’uld sind schlangenartige Wesen, die sich in einen menschlichen Körper einnisten und ihn vollständig übernehmen. Der Wirt bleibt bei Bewusstsein und kann nichts tun. Von außen sieht man den Unterschied nur an den Augen, die kurz aufleuchten, und an der verzerrten Stimme.
Ihre Technik haben sie von einer älteren Zivilisation übernommen. Ihre Macht beruht darauf, dass sie sich Völkern als Götter zeigen und deren Arbeitskraft nutzen. Die Namen, die sie tragen, stammen aus alten irdischen Religionen, weil sie die Erde vor Jahrtausenden ausgebeutet haben.
Ihre Schwäche ist ihr Machtgefüge. Die einzelnen Systemlords bekämpfen sich gegenseitig mindestens so heftig wie alle anderen. Genau darauf setzt die Erde. Ausführlicher im Lexikoneintrag Goa’uld.
Die Antiker
Wer die Tore gebaut hat, ist lange unklar. Es war eine Spezies, die in der Serie Antiker heißt, im Original Ancients, und die sich selbst Alterans nannte. Sie besiedelten vor Millionen Jahren große Teile der Galaxie und errichteten das Tornetz.
Dann verschwanden sie. Ein Teil von ihnen ging einen Weg, den die Serie Aufstieg nennt: Sie legten ihre körperliche Form ab und existieren seither als reine Energie auf einer anderen Daseinsebene. Von dort sehen sie zu und greifen aus Prinzip nicht ein, was für die Hauptfiguren regelmäßig zur Zumutung wird.
Ihre zurückgelassene Technik treibt die Handlung an. Wer sie bedienen will, braucht ein bestimmtes Gen, das nur wenige Menschen haben. Mehr im Lexikon unter Antiker, Alteraner und Aufstieg.
Die Asgard
Die Asgard sind klein, grau, großäugig und sehen genau so aus, wie Berichte über Entführungen sie beschreiben. Das ist kein Zufall, die Serie greift die Bildsprache bewusst auf. In der nordischen Mythologie tauchen sie als Thor, Loki und Freyr auf, weil sie auf der Erde einmal als Beschützer gewirkt haben.
Sie sind der Menschheit technisch weit voraus und helfen ihr wiederholt. Ihr eigenes Problem können sie damit nicht lösen: Sie pflanzen sich seit Jahrtausenden nur noch durch Klonen fort, und jede Kopie ist ein Stück schlechter als die vorherige. Der Lexikoneintrag Asgard geht darauf ein.
Die Wraith
Die Wraith sind die Gegner in Stargate Atlantis und der Grund, warum die Pegasus-Galaxie so leer ist. Sie ernähren sich unmittelbar von der Lebensenergie anderer Wesen, über eine Handfläche, und lassen ihre Opfer binnen Sekunden altern.
Zwischen ihren Beutezügen liegen Jahrhunderte, in denen sie schlafen. So können sich die Bevölkerungen erholen, bevor die nächste Ernte kommt. Das macht sie zu einer Bedrohung ganz anderer Art als die Goa’uld: Man kann sie nicht überzeugen und nicht spalten, weil sie ein gemeinsames Interesse haben. Mehr unter Wraith.
Die Replikatoren
Die Replikatoren sind maschinell, bestehen aus Bauklötzchen und vermehren sich, indem sie jedes verwertbare Material in weitere Klötzchen umwandeln. Sie verhandeln nicht, sie kennen kein Ziel außer dem eigenen Wachstum, und genau das macht sie unheimlich.
Sie sind das Motiv der grauen Schmiere in Serienform: eine sich selbst vervielfältigende Technik, die außer Kontrolle gerät. Verwandte Themen im Lexikon: Replikatoren und Nanotechnologie.
Das SGC und die Menschen dazwischen
Das Stargate Command sitzt achtundzwanzig Stockwerke tief unter einem Berg in Colorado, in einer Anlage, die es tatsächlich gibt. Von dort aus gehen Teams durch das Tor, benannt nach dem Muster SG-1 bis SG-25. Die Existenz des Programms ist geheim, was die Serie regelmäßig für Konflikte mit der eigenen Regierung nutzt.
Menschen, die von den Goa’uld genetisch verändert wurden und einen unreifen Symbionten im Leib tragen. Der macht sie stark und langlebig und hält sie zugleich abhängig. Sie sind die Fußsoldaten der Goa’uld und werden im Verlauf der Serie zum wichtigsten Bündnispartner.
Eine Abspaltung der Goa’uld, die mit dem Wirtskörper ein Bündnis eingeht statt ihn zu unterwerfen. Beide Bewusstseine teilen sich den Körper und sprechen abwechselnd. Sie kämpfen im Untergrund gegen die eigene Art.
Aufgestiegene Wesen aus einer anderen Galaxie, die im Gegensatz zu den Antikern verlangen, angebetet zu werden. Der letzte große Handlungsbogen von SG-1 dreht sich um sie, und sie schicken Missionare statt Armeen.
Ein technisch weit fortgeschrittenes Volk, das wie eine Waldgesellschaft lebt und jede Gewalt ablehnt. Sie halten die Menschheit anfangs für zu jung, um zu verstehen, worum es geht.
Ein späteres Schiff der Erde, die Daedalus, verbindet beide Serien miteinander und fliegt zwischen den Galaxien hin und her.