Was ist Stargate?
Ein Ring aus fremdem Metall, in Ägypten ausgegraben, der eine Verbindung zu einem anderen Planeten öffnet. Aus dieser Idee wurde ein Kinofilm, aus dem Film wurden vier Serien mit zusammen 354 Folgen. Hier steht, worum es geht und warum die Reihe über zwei Jahrzehnte durchgehalten hat.
Worum es geht
1928 gräbt eine Expedition bei Gizeh einen mannshohen Ring aus, dazu eine Steintafel mit Zeichen, die niemand lesen kann. Siebzig Jahre später findet ein Sprachwissenschaftler heraus, dass die Zeichen keine Schrift sind. Es sind Sternbilder, und zusammengenommen ergeben sie eine Adresse.
Der Ring ist ein Transportmittel. Wählt man sechs Punkte plus einen Ausgangspunkt, öffnet sich ein Durchgang zu einem anderen Tor irgendwo in der Galaxie. Der Weg dauert Sekunden, egal wie viele Lichtjahre dazwischen liegen. Ein Militärteam geht hindurch und findet auf der anderen Seite Menschen vor, die dort seit Jahrtausenden leben.
Daraus ergibt sich die Frage, um die sich die ganze Reihe dreht: Wer hat sie dorthin gebracht? Die Antwort führt zu einer Spezies, die sich Menschen als Wirtskörper nimmt und sich als Gottheiten des alten Ägypten ausgab. Mehr dazu auf unserer Seite zu Völkern und Technik.
Die Idee dahinter
Stargate greift eine alte Behauptung auf, die als Prä-Astronautik bekannt ist: dass Bauwerke wie die Pyramiden nicht von Menschen stammen könnten und dass Götterüberlieferungen in Wahrheit Berichte über Besucher seien. Wissenschaftlich hat diese Vorstellung keinen Rückhalt, als Erzählmotor funktioniert sie hervorragend.
Der Kniff der Serie besteht darin, die Behauptung umzudrehen. Die Besucher waren Sklavenhalter, und die Pyramiden waren Landeplattformen für ihre Schiffe. Wer die Menschheit einmal für Götter gehalten hat, kämpft in der Serie fortan dagegen.
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Warum die Reihe so lange funktioniert hat
Der Aufbau ist denkbar einfach und darin genial. Ein Team geht durch ein Tor und steht jede Woche auf einem anderen Planeten. Das erlaubt eine Folge über eine Zeitschleife, danach eine über einen Weltkrieg auf einem fremden Planeten, danach eine Komödie. Die Serie kann das Register wechseln, ohne ihre Regeln zu brechen.
Dazu kommt der Ton. Stargate nimmt sich seltener ernst als andere Serien des Genres. Richard Dean Anderson spielt seinen Colonel mit einer trockenen Beiläufigkeit, die dem Ganzen die Schwere nimmt, und die Serie macht sich in späteren Staffeln offen über sich selbst lustig. Die 200. Folge besteht fast vollständig aus Anspielungen auf andere Serien und ist bis heute eine der beliebtesten.
Und das Ensemble bleibt lange zusammen. Über acht Staffeln arbeitet dasselbe Team, was der Serie eine Vertrautheit gibt, die Wochenabenteuer sonst selten entwickeln.
Die Zeitachse in neun Schritten
Welche Serie du in welcher Reihenfolge schaust und wo sie 2026 in Deutschland läuft, steht im Serienführer.
Häufige Fragen
Muss ich den Kinofilm von 1994 kennen?
Nicht zwingend, aber er hilft. Die Serie erklärt die Grundlagen noch einmal, setzt aber voraus, dass man das Tor und die erste Mission grob einordnen kann. Zwei Stunden sind gut investiert.
Warum sehen die Hauptfiguren im Film anders aus als in der Serie?
Weil sie neu besetzt wurden. Kurt Russell und James Spader spielten im Film, in der Serie übernahmen Richard Dean Anderson und Michael Shanks. Die Serie ändert außerdem die Schreibweise des Nachnamens von O’Neil auf O’Neill.
Wie viele Folgen sind es insgesamt?
354 Folgen in den drei kanonischen Serien: 214 bei SG-1, 100 bei Atlantis, 40 bei Universe. Dazu kommen der Kinofilm, zwei Heimkinofilme, die Kurzserie Origins und der nicht kanonische Zeichentrickableger.
Kann ich SG-1 und Atlantis parallel schauen?
Technisch ja, die Handlungen laufen ab SG-1-Staffel 8 zeitgleich. Die gängige Empfehlung ist trotzdem, SG-1 erst zu Ende zu sehen. Das Hin und Her verwirrt mehr, als es bringt.
Ist Stargate Universe einen Versuch wert?
Wenn du die anderen beiden Serien magst, ist die Antwort ein vorsichtiges Ja mit Warnung. Universe erzählt ernster und langsamer, verzichtet auf den Humor der Vorgänger und endet mit einem offenen Schluss, weil die Absetzung dazwischenkam.
Gibt es die Serien auf Deutsch?
Ja, alle drei kanonischen Serien liegen synchronisiert vor. SG-1 lief ab 1999 auf RTL Zwei. Wo du sie 2026 streamst, steht in unserem Serienführer.
Warum spielen ägyptische Götter eine Rolle?
Weil der Film die Idee aufgreift, dass die Gottheiten des alten Ägypten in Wahrheit Außerirdische waren, die Menschen als Sklaven hielten. Aus dieser einen Idee entwickelt die Serie ihr ganzes Machtgefüge.