Krebsnebel
englisch: Crab Nebula
Bild: NASA, ESA, J. Hester und A. Loll (Arizona State University)
Der Krebsnebel ist der Überrest der Supernova SN 1054, die chinesische Astronomen im Jahr 1054 als hell leuchtenden Gaststern beobachteten. Im Zentrum sitzt ein schnell rotierender Neutronenstern (Pulsar). Es ist der einzige Supernovaüberrest im Messier-Katalog.
Wo steht M1 am Himmel?
M1 steht im Sternbild Stier. Am besten gelingt die Beobachtung im Winter, wenn das Sternbild am Abend günstig über dem Horizont steht (Dezember bis Februar). Als Nachbar im Sternbild Stier steht M45 im Katalog.
So siehst du M1
Mit 8,4 mag ist M1 schon grenzwertig für das Fernglas, im Teleskop wirkt es deutlich klarer. Bei ausgedehnten Objekten wie Nebeln verteilt sich das Licht auf eine größere Fläche. Sie wirken schwächer, als die Magnitudenangabe vermuten lässt, deshalb zählt ein dunkler Standort hier besonders. Merkregel für die Magnitudenskala: Je größer die Zahl, desto schwächer das Objekt; etwa 6 mag sind die Grenze für das bloße Auge, etwa 9 mag die fürs Fernglas.
Wie weit ist M1 entfernt?
Rund 6.500 Lichtjahre liegen zwischen uns und M1. Zum nächsten Nachbarstern Proxima Centauri sind es gut 4 Lichtjahre, M1 steht also etwa 1.500-mal weiter draußen. Das Licht, das du heute siehst, ist seit rund 6.500 Jahren unterwegs. Das war in der Jungsteinzeit, als in Mesopotamien die ersten Städte entstanden.
M1 im Messier-Katalog
Zu Messiers ersten Einträgen (M1 bis M45) gehört M1. Der Kometenjäger hielt fest, was ihm bei der Suche als Fehlalarm in den Weg kam. Entdeckt oder zuerst beschrieben wurde es 1731 von John Bevis, also vor mehr als 290 Jahren. Nach Gesamthelligkeit sortiert liegt M1 auf Platz 66 von 110.
Im Lexikon nachschlagen
Supernova , Pulsar , Neutronenstern und Lichtjahr