Ringnebel
englisch: Ring Nebula
Bild: NASA, ESA, C. R. O'Dell (Vanderbilt University)
Der Ringnebel in der Leier ist der bekannteste planetarische Nebel des Himmels. Er entstand, als ein sterbender Stern seine äußeren Gashüllen abstieß, die jetzt als leuchtender Ring erscheinen. In Wahrheit gleicht die Struktur eher einem verzerrten Donut, den wir fast frontal sehen.
Wo steht M57 am Himmel?
Das Sternbild Leier gehört zum Sommerhimmel. In den Monaten Juni bis August steht es abends gut für die Beobachtung von M57. Im selben Sternbild liegt noch M56.
So siehst du M57
M57 erreicht 8,8 mag und liegt damit am oberen Rand dessen, was ein Fernglas zeigt. Ein Teleskop ist die bessere Wahl.
Wie weit ist M57 entfernt?
M57 ist rund 2.500 Lichtjahre entfernt. Das ist etwa 590-mal so weit wie unser nächster Nachbarstern Proxima Centauri mit gut 4 Lichtjahren. Jedes Photon, das von M57 in dein Auge oder auf deinen Kamerasensor fällt, war rund 2.500 Jahre auf dem Weg. Das war in der Bronzezeit.
M57 im Messier-Katalog
M57 kam in einer der späteren Erweiterungen dazu; Messiers Liste wuchs bis 1781 auf 103 Einträge. Gedacht war sie als Sammlung kometenähnlicher Flecken, die man nicht mit echten Kometen verwechseln sollte. Als Erster dokumentiert hat es Antoine Darquier de Pellepoix (1779); die Katalognummer trägt es, weil Charles Messier es in seine Liste aufnahm. Nach Gesamthelligkeit sortiert liegt M57 auf Platz 75 von 110. Unter den 4 planetarischen Nebel des Katalogs liegt es nach Helligkeit auf Platz 2.