Messier 66
Bild: NASA, ESA und das Hubble Heritage (STScI/AURA)-ESA/Hubble Collaboration
M66 ist das größte Mitglied des Leo-Tripletts und zeigt eine ungewöhnliche Anatomie mit asymmetrischen Spiralarmen und einem scheinbar verschobenen Kern. Diese Verformungen entstehen durch die Gezeitenwirkung der beiden Nachbargalaxien. Mit Magnitude 8,9 ist sie schon im kleinen Teleskop erkennbar.
Wo steht M66 am Himmel?
M66 steht im Sternbild Löwe. Am besten gelingt die Beobachtung im Frühling, wenn das Sternbild am Abend günstig über dem Horizont steht (März bis Mai). Das Sternbild Löwe ist im Katalog stark vertreten: Neben M66 sind dort 4 weitere Objekte verzeichnet, darunter M65 und M95.
So siehst du M66
M66 erreicht 8,9 mag und liegt damit am oberen Rand dessen, was ein Fernglas zeigt. Ein Teleskop ist die bessere Wahl. Die Magnitude gilt für das gesamte Objekt. Weil Galaxien flächig sind, erscheinen sie im Okular blasser als ein Stern gleicher Helligkeit; Stadtlicht und Mondschein schlucken viel.
Wie weit ist M66 entfernt?
M66 steht rund 35 Millionen Lichtjahre entfernt, weit jenseits unserer Lokalen Gruppe. Man könnte etwa 350 Milchstraßen hintereinander legen, bis man diese Strecke erreicht. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Du siehst M66 deshalb so, wie es vor rund 35 Millionen Jahren aussah. Das war im Eozän.
M66 im Messier-Katalog
M66 kam in einer der späteren Erweiterungen dazu; Messiers Liste wuchs bis 1781 auf 103 Einträge. Gedacht war sie als Sammlung kometenähnlicher Flecken, die man nicht mit echten Kometen verwechseln sollte. Die Katalogisierung geht auf Messier selbst zurück, die Aufzeichnung stammt von 1780. Nach Gesamthelligkeit sortiert liegt M66 auf Platz 76 von 110. Unter den 20 Spiralgalaxien des Katalogs liegt es nach Helligkeit auf Platz 11.
Im Lexikon nachschlagen
Galaxie , Milchstraße und Lichtjahr