Messier 3
Bild: ESA/Hubble & NASA, G. Piotto et al.
Messier 3 war das erste Objekt, das Charles Messier selbst entdeckte. Der Kugelsternhaufen enthält über 500.000 Sterne und ist bekannt für seine ungewöhnlich hohe Zahl an veränderlichen Sternen (mindestens 274). Er liegt rund 34.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Jagdhunde.
Wo steht M3 am Himmel?
Du suchst M3 im Sternbild Jagdhunde. Als Beobachtungszeit bietet sich der Frühling an, ungefähr März bis Mai. Insgesamt sind im Sternbild Jagdhunde 5 Objekte katalogisiert, neben M3 etwa M51 und M63.
So siehst du M3
Mit 6,2 mag ist M3 ein Grenzfall: Das Fernglas ist die verlässliche Wahl, das bloße Auge braucht schon erstklassige Bedingungen. Merkregel für die Magnitudenskala: Je größer die Zahl, desto schwächer das Objekt; etwa 6 mag sind die Grenze für das bloße Auge, etwa 9 mag die fürs Fernglas.
Wie weit ist M3 entfernt?
M3 ist rund 34.000 Lichtjahre entfernt. Bis zu Proxima Centauri, unserem nächsten Nachbarstern, sind es gut 4 Lichtjahre; M3 liegt also etwa 8.000-mal so weit weg. Jedes Photon, das von M3 in dein Auge oder auf deinen Kamerasensor fällt, war rund 34.000 Jahre auf dem Weg. Das war in der Altsteinzeit, als sich der moderne Mensch über die Erde ausbreitete.
M3 im Messier-Katalog
Zu Messiers ersten Einträgen (M1 bis M45) gehört M3. Der Kometenjäger hielt fest, was ihm bei der Suche als Fehlalarm in den Weg kam. Charles Messier selbst notierte das Objekt im Jahr 1764, also vor mehr als 260 Jahren. Unter den 29 Kugelsternhaufen des Katalogs liegt es nach Helligkeit auf Platz 5.