Orionnebel
englisch: Orion Nebula
Bild: NASA, ESA, M. Robberto (STScI/ESA) und das Hubble Space Telescope Orion Treasury Project Team, gemeinfrei, via Wikimedia Commons
Messier 42, der Orionnebel, ist mit rund 1.500 Lichtjahren die nächste große Sternentstehungsregion zur Erde. Als heller Emissionsnebel mit einer Helligkeit von 4,0 mag ist er unter dem Gürtel des Orion mit bloßem Auge sichtbar. In seinem Zentrum sitzt das Trapez, vier massereiche junge Sterne, die den Nebel formen.
Wo steht M42 am Himmel?
Du suchst M42 im Sternbild Orion. Als Beobachtungszeit bietet sich der Winter an, ungefähr Dezember bis Februar. Im selben Sternbild liegen noch M43 und M78.
So siehst du M42
Mit 4 mag liegt M42 deutlich unter der Grenze von etwa 6 mag: Bei halbwegs dunklem Himmel erkennst du es mit bloßem Auge, ein Fernglas zeigt mehr Einzelheiten.
Wie weit ist M42 entfernt?
M42 ist rund 1.500 Lichtjahre entfernt. Das ist etwa 350-mal so weit wie unser nächster Nachbarstern Proxima Centauri mit gut 4 Lichtjahren. Jedes Photon, das von M42 in dein Auge oder auf deinen Kamerasensor fällt, war rund 1.500 Jahre auf dem Weg. Das war in der Spätantike.
M42 im Messier-Katalog
M42 steht in der ersten Liste, die Charles Messier zusammenstellte (M1 bis M45). Er legte sie an, um Nebelflecken nicht mit den Kometen zu verwechseln, nach denen er eigentlich suchte. Als Erster dokumentiert hat es Nicolas-Claude Fabri de Peiresc (1610); die Katalognummer trägt es, weil Charles Messier es in seine Liste aufnahm. Nach Gesamthelligkeit steht M42 auf Platz 5 der 110 Katalogobjekte und gehört damit zu den hellsten Einträgen. Unter den 6 Emissionsnebel des Katalogs ist es das hellste.
Im Lexikon nachschlagen
Gaswolke , Sternentstehung und Lichtjahr