Winnecke 4
Bild: REU program/NOIRLab/NSF/AURA (CC BY 4.0) / Wikimedia Commons
Messier 40 ist kein Nebel, sondern ein optischer Doppelstern im Sternbild Großer Bär, bekannt als Winnecke 4. Charles Messier nahm ihn 1764 in seinen Katalog auf, während er nach einem von Hevelius gemeldeten Nebel suchte. Die beiden zufällig nahe beieinander stehenden Sterne gelten als einer der wenigen echten Irrtümer im Messier-Katalog.
Wo steht M40 am Himmel?
Das Sternbild Großer Bär gehört zum Frühlingshimmel. In den Monaten März bis Mai steht es abends gut für die Beobachtung von M40. Von Mitteleuropa aus bleibt M40 fast das ganze Jahr über am Himmel, nur die Uhrzeit entscheidet über die Höhe. Das Sternbild Großer Bär ist im Katalog stark vertreten: Neben M40 sind dort 6 weitere Objekte verzeichnet, darunter M81 und M82.
So siehst du M40
M40 erreicht 8,4 mag und liegt damit am oberen Rand dessen, was ein Fernglas zeigt. Ein Teleskop ist die bessere Wahl.
Wie weit ist M40 entfernt?
M40 ist rund 510 Lichtjahre entfernt. Das ist etwa 120-mal so weit wie unser nächster Nachbarstern Proxima Centauri mit gut 4 Lichtjahren. Jedes Photon, das von M40 in dein Auge oder auf deinen Kamerasensor fällt, war rund 510 Jahre auf dem Weg. Das war zur Zeit der Renaissance.
M40 im Messier-Katalog
M40 steht in der ersten Liste, die Charles Messier zusammenstellte (M1 bis M45). Er legte sie an, um Nebelflecken nicht mit den Kometen zu verwechseln, nach denen er eigentlich suchte. Die Katalogisierung geht auf Messier selbst zurück, die Aufzeichnung stammt von 1764. Nach Gesamthelligkeit sortiert liegt M40 auf Platz 66 von 110. Bei der Entfernung gehört es zu den zehn erdnächsten Objekten im Katalog.
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Doppelstern und Lichtjahr