Sagittarius-Haufen
englisch: Sagittarius Cluster
Bild: ESA/Hubble & NASA
Messier 22 ist einer der hellsten Kugelsternhaufen am Himmel und der hellste im Messier-Katalog. Er steht rund 10.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schütze, nahe der galaktischen Zentralwölbung. Hubble entdeckte in ihm zwei stellare Schwarze Löcher und sechs planetengroße Objekte.
Wo steht M22 am Himmel?
Das Sternbild Schütze gehört zum Sommerhimmel. In den Monaten Juni bis August steht es abends gut für die Beobachtung von M22. M22 bleibt von Mitteleuropa aus tief am Südhimmel. Wer es sehen will, braucht einen Standort ohne Häuser oder Bäume im Süden. Das Sternbild Schütze ist im Katalog stark vertreten: Neben M22 sind dort 14 weitere Objekte verzeichnet, darunter M8 und M17.
So siehst du M22
Mit 5,1 mag bleibt M22 unter der Grenze von etwa 6 mag und ist bei dunklem Himmel mit bloßem Auge zu erkennen; im Fernglas wird die Suche deutlich leichter.
Wie weit ist M22 entfernt?
Rund 10.000 Lichtjahre trennen uns von M22. Die Milchstraße misst etwa 100.000 Lichtjahre im Durchmesser, die Entfernung zu M22 beträgt etwa 10 Prozent davon. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Du siehst M22 deshalb so, wie es vor rund 10.000 Jahren aussah. Das war am Ende der letzten Eiszeit.
M22 im Messier-Katalog
M22 steht in der ersten Liste, die Charles Messier zusammenstellte (M1 bis M45). Er legte sie an, um Nebelflecken nicht mit den Kometen zu verwechseln, nach denen er eigentlich suchte. Als Erster dokumentiert hat es Abraham Ihle (1665); die Katalognummer trägt es, weil Charles Messier es in seine Liste aufnahm. Nach Gesamthelligkeit steht M22 auf Platz 11 der 110 Katalogobjekte und gehört damit zu den hellsten Einträgen. Unter den 29 Kugelsternhaufen des Katalogs ist es das hellste.