Messier 23
Bild: Wikimedia Commons (CC)
Messier 23 ist ein heller, ausgedehnter offener Sternhaufen im Sternbild Schütze, etwa 2.150 Lichtjahre entfernt. Charles Messier entdeckte ihn am 20. Juni 1764. Er enthält rund 176 bestätigte Mitglieder und ist mit mindestens 220 Millionen Jahren einer der älteren offenen Haufen.
Wo steht M23 am Himmel?
Das Sternbild Schütze gehört zum Sommerhimmel. In den Monaten Juni bis August steht es abends gut für die Beobachtung von M23. Von Deutschland aus erreicht M23 nur geringe Höhen über dem Südhorizont. Ein freier Blick nach Süden und klare Luft sind deshalb wichtiger als bei Objekten hoch am Himmel. Insgesamt sind im Sternbild Schütze 15 Objekte katalogisiert, neben M23 etwa M8 und M17.
So siehst du M23
M23 (6,9 mag) liegt im Fernglasbereich und lässt sich mit einem handelsüblichen Fernglas finden. Zur Einordnung: Bis rund 6 mag zeigt sich ein Objekt unter dunklem Himmel ohne Optik, bis rund 9 mag im Fernglas, danach nur noch im Teleskop.
Wie weit ist M23 entfernt?
Rund 2.150 Lichtjahre liegen zwischen uns und M23. Zum nächsten Nachbarstern Proxima Centauri sind es gut 4 Lichtjahre, M23 steht also etwa 510-mal weiter draußen. Jedes Photon, das von M23 in dein Auge oder auf deinen Kamerasensor fällt, war rund 2.150 Jahre auf dem Weg. Das war in der Antike.
M23 im Messier-Katalog
Zu Messiers ersten Einträgen (M1 bis M45) gehört M23. Der Kometenjäger hielt fest, was ihm bei der Suche als Fehlalarm in den Weg kam. Charles Messier selbst notierte das Objekt im Jahr 1764, also vor mehr als 260 Jahren. Unter den 26 offenen Sternhaufen des Katalogs liegt es nach Helligkeit auf Platz 20.