Trifidnebel
englisch: Trifid Nebula
Bild: ESO
Der Trifidnebel ist eine Sternentstehungsregion im Sternbild Schütze, etwa 5.000 Lichtjahre entfernt. Seinen Namen verdankt er den drei dunklen Staubbändern, die den leuchtenden Nebel in Lappen teilen. Er vereint Emissions- und Reflexionsnebel in einem Objekt.
Wo steht M20 am Himmel?
Du suchst M20 im Sternbild Schütze. Als Beobachtungszeit bietet sich der Sommer an, ungefähr Juni bis August. M20 bleibt von Mitteleuropa aus tief am Südhimmel. Wer es sehen will, braucht einen Standort ohne Häuser oder Bäume im Süden. Das Sternbild Schütze ist im Katalog stark vertreten: Neben M20 sind dort 14 weitere Objekte verzeichnet, darunter M8 und M17.
So siehst du M20
M20 liegt mit 6,3 mag knapp jenseits der Grenze von etwa 6 mag für das bloße Auge. Unter sehr gutem Himmel gelingt es manchmal ohne Optik, sicher zeigt es ein Fernglas. Die Magnitude gilt für das gesamte Objekt. Weil Nebeln flächig sind, erscheinen sie im Okular blasser als ein Stern gleicher Helligkeit; Stadtlicht und Mondschein schlucken viel.
Wie weit ist M20 entfernt?
M20 ist rund 5.000 Lichtjahre entfernt. Das ist etwa 1.200-mal so weit wie unser nächster Nachbarstern Proxima Centauri mit gut 4 Lichtjahren. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Du siehst M20 deshalb so, wie es vor rund 5.000 Jahren aussah. Das war in der Jungsteinzeit, als in Mesopotamien die ersten Städte entstanden.
M20 im Messier-Katalog
M20 steht in der ersten Liste, die Charles Messier zusammenstellte (M1 bis M45). Er legte sie an, um Nebelflecken nicht mit den Kometen zu verwechseln, nach denen er eigentlich suchte. Die Katalogisierung geht auf Messier selbst zurück, die Aufzeichnung stammt von 1764. Nach Gesamthelligkeit sortiert liegt M20 auf Platz 30 von 110. Unter den 6 Emissionsnebel des Katalogs liegt es nach Helligkeit auf Platz 5.
Im Lexikon nachschlagen
Gaswolke , Sternentstehung und Lichtjahr