Messier 75
Bild: ESA/Hubble & NASA, F. Ferraro et al.
M75 ist der am stärksten zum Zentrum hin konzentrierte Kugelsternhaufen im Messier-Katalog. Er enthält rund 400.000 Sterne und ist etwa 13 Milliarden Jahre alt. Wegen seines extrem dichten Kerns ist er trotz großer Entfernung schon mit dem Fernglas als sternartiger Lichtpunkt sichtbar.
Wo steht M75 am Himmel?
M75 steht im Sternbild Schütze. Am besten gelingt die Beobachtung im Sommer, wenn das Sternbild am Abend günstig über dem Horizont steht (Juni bis August). M75 bleibt von Mitteleuropa aus tief am Südhimmel. Wer es sehen will, braucht einen Standort ohne Häuser oder Bäume im Süden. Das Sternbild Schütze ist im Katalog stark vertreten: Neben M75 sind dort 14 weitere Objekte verzeichnet, darunter M8 und M17.
So siehst du M75
M75 erreicht 8,6 mag und liegt damit am oberen Rand dessen, was ein Fernglas zeigt. Ein Teleskop ist die bessere Wahl.
Wie weit ist M75 entfernt?
Rund 67.500 Lichtjahre trennen uns von M75. Die Milchstraße misst etwa 100.000 Lichtjahre im Durchmesser, die Entfernung zu M75 beträgt etwa 70 Prozent davon. Das Licht, das du heute siehst, ist seit rund 67.500 Jahren unterwegs. Das war lange vor allen Hochkulturen, in der Frühzeit des Homo sapiens.
M75 im Messier-Katalog
M75 kam in einer der späteren Erweiterungen dazu; Messiers Liste wuchs bis 1781 auf 103 Einträge. Gedacht war sie als Sammlung kometenähnlicher Flecken, die man nicht mit echten Kometen verwechseln sollte. Als Erster dokumentiert hat es Pierre Méchain (1780); die Katalognummer trägt es, weil Charles Messier es in seine Liste aufnahm. Nach Gesamthelligkeit sortiert liegt M75 auf Platz 74 von 110. Unter den 29 Kugelsternhaufen des Katalogs liegt es nach Helligkeit auf Platz 26.