Messier 69
Bild: ESA/Hubble & NASA
M69 ist einer der metallreichsten je beobachteten Kugelsternhaufen, seine Sterne enthalten über zehnmal mehr Eisen als die anderer gleichalter Haufen. Im Sternbild Schütze gelegen, lässt er sich am besten im August beobachten. Die Untersuchung solcher Haufen hilft, die Geschichte der Sternentstehung im Kosmos nachzuvollziehen.
Wo steht M69 am Himmel?
Das Sternbild Schütze gehört zum Sommerhimmel. In den Monaten Juni bis August steht es abends gut für die Beobachtung von M69. Von Deutschland aus erreicht M69 nur geringe Höhen über dem Südhorizont. Ein freier Blick nach Süden und klare Luft sind deshalb wichtiger als bei Objekten hoch am Himmel. Insgesamt sind im Sternbild Schütze 15 Objekte katalogisiert, neben M69 etwa M8 und M17.
So siehst du M69
Mit 8,3 mag ist M69 schon grenzwertig für das Fernglas, im Teleskop wirkt es deutlich klarer. Als Faustregel reicht unter dunklem Himmel bis etwa 6 mag das bloße Auge, bis etwa 9 mag ein Fernglas; schwächere Objekte brauchen ein Teleskop.
Wie weit ist M69 entfernt?
M69 ist rund 29.500 Lichtjahre entfernt. Bis zu Proxima Centauri, unserem nächsten Nachbarstern, sind es gut 4 Lichtjahre; M69 liegt also etwa 7.000-mal so weit weg. Jedes Photon, das von M69 in dein Auge oder auf deinen Kamerasensor fällt, war rund 29.500 Jahre auf dem Weg. Das war mitten in der letzten Eiszeit.
M69 im Messier-Katalog
Die Nummer 69 gehört zu den Ergänzungen, mit denen Charles Messier seine Liste bis 1781 auf 103 Objekte ausbaute. Charles Messier selbst notierte das Objekt im Jahr 1780, also vor mehr als 240 Jahren. Unter den 29 Kugelsternhaufen des Katalogs liegt es nach Helligkeit auf Platz 22.